Chorbeirat am 04.09.18

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TOP 0: Allgemeines

  • Zeit: Dienstag, 04.09.18
  • Ort: Fidicinstraße 2-4

TOP 1: Aktion Standesamt/Unser Auftritt am 13.10.18

KK berichtet, dass auf der letzten Probe am 28.08.18 ein Meinungsbild des Chores über die Teilnahme erfragt wurde. Ergebnis: 14 Pro-, 5 Contrastimmen, 5 Enthaltungen. Er vertritt die Auffassung, dass es keine Abstimmung war.
Weiterhin referiert er den Inhalt der E-Mail, die HD am 31.08.18 im Chorverteiler verbreitet hat:
  1. Die Eintragung als Mann oder Frau in das Personenstandsregister ist für ihn keine Diskriminierung von oder Respektlosigkeit gegenüber Personen, die sich dem nicht zuordnen können. Dieses Nicht-Zuordnen-Können sei objektiv nicht feststellbar.
  2. Die materialistische Geschichtsauffassung sehe als bestimmendes Moment die Produktion und Reproduktion des wirklichen Lebens. Dazu gehöre die zweigeschlechtliche Fortpflanzung. Die Heterosexualität sei in die Menschen als Gattungswesen eingeschrieben. Theorien wie die von Judith Butler (Das biologische Geschlecht ist ein Ergebnis von Diskursen) lehnt er ab.
  3. Der Kampf um die Frauenrechte hat für ihn emanzipativen und universellen Charakter, der Kampf der „Feministen mit Gendersternchen“ sei das genaue Gegenteil, weil es die Besonderheit und nicht die Gleichheit betone.
  4. Dieser Besonderheit soll auch sprachlich Rechnung getragen werden. Sprache werde missverstanden, da sie nicht etwas meine, sondern nur etwas bezeichne und zudem an der Realität nichts ändere. Sie lasse sich durch eine Sprachpolizei nicht einfach verändern.
  5. Er übt Kritik am Genderismus, da er gegen den Universalismus stehe und als trojanisches Pferd des Neoliberalismus anzusehen sei. Die Genderdebatte rücke die sozialen Probleme in den Hintergrund.
ED hat HD mit einer E-Mail unterstützt. Für sie stehen beim HBC und dessen Auftritten antirassistische, antifaschistische und Antikriegsthemen im Vordergrund. Keine HBC-originären Themen seien u.a. Veganismus, Fragen der Bevölkerungsentwicklung und Gender-Fragen.
RH hat daraufhin eine E-Mail an den Beirat geschickt, weil RH sich durch HDs Äußerungen diskriminiert und der Chorteilnahme eingeschränkt fühlt. RHs Bitte an den Beirat: Schutz vor solchen Äußerungen zu gewähren.
Leider wurde wieder über den Chorverteiler inhaltlich diskutiert. ASchn schlug vor, zwei Verteiler einzurichten, einen für Organisatorisches, einen weiteren für Inhaltliches.
Der Beirat hat angesichts der noch verbliebenen Probenzeit zum Auftritt der Chöre in den Neuköllner Höfen beschlossen, die Diskussion und Entscheidung über die o.g. Problematik auf die Zeit nach dem Auftritt zu verschieben.
Das nächste Beiratstreffen soll am 22.09.18 um 15:30 bei Oliver stattfinden.

Protokoll: IG