Lied von der belebenden Wirkung des Geldes

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Hörbeispiele

Der Hans-Beimler-Chor am 05.11.17

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Unser Kommentar

Hanns Eisler, aufgrund seiner jüdischen Herkunft und kommunistischen Überzeugung nach der Machtübernahme Hitlers 1933 in Deutschland vor den Nazis nicht mehr sicher, hielt sich in Wien und Paris auf und reiste 1934 zu Bertolt Brecht, der in Dänemark Zuflucht gesucht hatte und unter anderem an dem Stück „Die Rundköpfe und die Spitzköpfe oder Reich und reich gesellt sich gern” arbeitete. Anlass war die Rassenhetze, insbesondere die Diskriminierung und Verfolgung der Juden, sowie die demagogische Sprachgewalt der Nazis. Im Kontext dieser Zusammenarbeit schrieb Eisler unter anderem das Lied „Von der belebenden Wirkung des Geldes”, ursprünglicher Arbeitstitel: „Lob des Geldes”. Die Vorstellung, mit Geld an Macht, Status und Gewalt zu gewinnen, ist Bestandteil einer Klassenideologie, die zu der damaligen Zeit im politischen Geschehen missbräuchlich und herrschaftlich benutzt wurde. Hass und Neid zu fördern, das Gegeneinanderausspielen von Teilen der Bevölkerung und ethnischen Gruppen war Teil der politischen Weltanschauung, die vor allem das eigene Fortkommen auf Kosten anderer im Sinn hatte. Missgunst wurde als politisches Mittel instrumentalisiert, um Krieg in der Gesellschaft zu entfachen. Das ist leider bis heute aktuell.